beelogger

Konfiguration Webserverscripte 2.0

Folgend eine Erklärung der wichtigsten Elemente für die Anpassung der Beeloggerumgebung.

Die Datei “beelogger.ini” speichert alle Benutzereinstellungen:

Sie wird automatisch vom Hauptscript: beelogger_show.php verändert und verwaltet.

Alle Änderungen können online über das Webserverscript vollzogen werden. Die Funktion zum Ändern der Konfiguration wird über den Button “Konfiguration” erreicht und sieht folgendermaßen aus:

 

Damit nicht jeder die Konfiguration der Grafik oder Anmerkungen verändern kann, wird hier ein Passwort verlangt. Voreingestellt ist “Show”, dies sollte allerdings durch ein eigenes Passwort ersetzt werden. Das Passwort muss nur einmal pro Session eingegeben werden.

Als kleine Absicherung, dass nicht jede Person mit Kenntnis des Skriptes, Datensätze speichern kann, muss bei der Übertragung der Variablen ein Passwort mitgesendet werden. Zur eigenen Sicherheit ist ‘Log’ in ein eigenes Passwort zu ändern. Das gleiche Passwort muß auch im Skript vom Ethernet-Adapter bzw. den kompletten Programmcodes eingegeben werden. beelogger_log.php bezieht dieses Passwort selbständig aus der beelogger.ini-Datei.

 

Konfiguration der Sensoren:

Sensoren (außer dem Sensor: “Gewicht” und den Graphen:  “Tageszunahme” und “Summe”) können nach Belieben im Namen angepasst werden. Außerdem kann angegeben werden, ob der Graph eines Sensors direkt bei Aufruf der Seite sichtbar (true) ist oder nicht (false). Ebenso können die Y-Achsen zugeordnet und die Farben und Einheiten der Sensoren angepasst werden. Als kleine Zuordnungshilfe werden rechts die letzten gesendeten Werte angezeigt.

 

Lässt man die Sensorbezeichnung leer, wird der Sensor im Grafikfenster nur noch als symbolischer Strich angezeigt. Dies führt zu einer guten Übersicht, da man damit Sensoren, die keine Daten liefern, ausblenden kann.

Die Label (Beschriftung der Achsen) werden automatisch aus den Einheiten der verschiedenen Sensoren und deren Zuordnung zu den Achsen generiert.

Der Rangeselector (am unteren Rand der beeloggergrafik) zeigt fix den Gewichtssensor an, kann aber natürlich zum navigieren aller Sensoren genutzt werden.

 

Bienenvolkbezeichnung:

Zur besseren Unterscheidung hat man die Möglichkeit, dem Beelogger bzw. der Bienenbeute einen eigenen Namen unabhängig vom Ordnernamen zu geben. Die Änderung wird ebenfalls in der Konfigurationsübersicht vollzogen. Gibt man für den Namen “auto”  ein, wird der Ordnername als Beutenname übernommen. zB : beelogger1, beelogger2…

In dem Auswahlfenster für weitere Beelogger wird ebenfalls die Bienenvolkbezeichnung übernommen…damit kann man unabhängig vom Ordnernamen seine Völker bennenen und auffinden.

 

Logdatei:

In der beelogger.ini kann  ausgewählt werden, welche Datei standardmäßig beim ersten Laden aufgerufen werden soll. Zur Auswahl stehen: beelogger.csv oder month.csv

 

Servergesteuerte Sendeintervalle:

Als neue Funktion für alle beelogger-Modelle die nicht mit den Funkmodulen ausgestattet sind, wurde die Möglichkeit implementiert, das nächste Sendeintervall des beeloggers anzugeben. Dies sorgt dafür, das relevante Zeitbereiche intensiver betrachtet werden und irelevante Zeitbereiche datenschonend behandelt werden.

Voraussetzung ist, dass die neueste Softwareversion (ab Version 2.0) für den beelogger aufgespielt wurde.

Man hat die Wahl zwischen einer “zeitgesteuerten”, “lichtgesteuerten” oder “solargesteuerten” Steuerung.

Zeitgesteuerter Modus:

Im Sommer stehen 2 Zeitzonen zur Verfügung:  Tagsüber (Uhrzeiten sind wählbar) und Nachts

Im Winter, wenn es hauptsächlich um die Überwachung der Futtervorräte geht, steht ein Intervall zur Verfügung.

Lichtgesteuerter Modus:

Der lichtgesteuerte Modus setzt voraus, dass beelogger mit dem Lichtsensor: BH1750FVI ausgestattet ist. Sobald der Sensor ein erstes Lichtsignal registriert wird auf das SommerTagIntervall umgestellt – sinkt der Wert auf 0, bekommt der beelogger das SommerNachtIntervall übermittelt. Im Winter läuft der beelogger dann mit dem WinterIntervall – unabhängig vom Lichtsensor.

Solarspannunggesteuerter Modus:

Der solarspannungsgesteuerte Modus setzt voraus, dass man einen beelogger-Solar nutzt. Sobald die Solarzelle ein erstes Sonnensignal registriert wird auf das SommerTagIntervall umgestellt – sinkt der Wert auf 0, bekommt der beelogger das SommerNachtIntervall übermittelt. Im Winter läuft der beelogger dann mit dem WinterIntervall – unabhängig vom Lichtsensor.

 

 

Externe Temperaturkompensation:

Die Kompensationswerte für die Waage können nun serverseitig programmiert werden…damit entfällt das neue Aufladen der Arduinosoftware auf den beelogger nach dem Kalibrieren der Waage.

 

Watchdog:

Um den beelogger in der beelogger_mobile anzeigen zu lassen und ihn per Watchdog überwachen zu lassen, muss hier das Feld “aktiviert” werden.

 

Autoanmerkungen:

Es gibt eine Funktion, die automatisch Anmerkungen erzeugt, wenn eine Aktion am Bienenstand bzw an der Beute stattfindet. Sind die Autoanmerkungen in der Konfigurationsdatei “aktiviert”, wird eine Anmerkung erzeugt, sobald eine Gewichtsveränderung erkannt wird, die über die Gewichtsschwelle hinausgeht. Damit wird, je nach Einstellung der Schwelle, für jedes Ereignis wie z.B. Honigraum aufsetzen, Durchsicht, Ernte usw, automatisch eine Anmerkung im Gewichtssensor erzeugt mit dem Kürzel “G?” und der Beschreibung: “Gewichtsänderung von … g erkannt”. Hier wird die erkannte Gewichtsveränderung auch direkt in Gramm mit angegeben. Man kann dann recht komfortabel zu Hause die Auto-Anmerkung vervollständigen oder löschen, wobei der gemessene Grammwert dann z.B. direkt das hinzugegebene Futtergewicht darstellt.

Eine Autoanmerkung wird frühstens nach den in dem Feld “Zeitspanne” angegebenen Minuten erzeugt. Die Funktion misst also den Wert seit der letzten Anmerkung.  Ein Wert von 20 Minuten hat sich in der Praxis bewährt um nicht z.B bei einer Durchsicht zwei Autoanmerkungen (Deckel/Zarge abgenommen -Deckel/Zarge aufgesetzt) zu erzeugen.

 

Schwarmalarm 2.0:

Der Schwarmalarm 2.0 basiert ebenfalls auf den Messwerten der Stockwaage. Dabei wurde das angewandte Prinzip zur Version 1.0 leicht verbessert.

Bei aktiviertem Schwarmalarm wird bei jedem regulären Upload der Messwerte durch den Datenlogger, vom Webserver das vorhergehende Gewicht  aus der Historie der Logdatei ‘beelogger.csv’ gefiltert. Fand ein Gewichtsverlust statt, der das in der beelogger.ini-Datei eingegebene DifferenzGewicht überschreitet, geht die Funktion in “HabAchtStellung”. Ab nun werden für die Zeitspanne der ReferenzZeit alle eingehenden Werte kontrolliert…bleibt der Gewichtsverlust weiterhin bestehen, wird eine Email oder Pushnachricht mit entsprechender Warnung an eine definierte E-Mail-Adresse oder einen Pushnachrichtenempfänger versendet.

Diese Technik hat den Vorteil, dass sämtliche imkerliche Tätigkeiten wie: “Honigraum zur Durchsicht hochheben und nach 20 Minuten wieder aufsetzen” keinen Schwarmalarm auslösen – vorausgesetzt man wählt die “ReferenzZeit” entsprechend länger als normale Durchsichten dauern.

Der Schwarmalarm ist im Hauptgrafikfenster sichtbar:

 

Die erste Schwarm-Warnung per Mail oder Pushnachricht hat beispielsweise folgenden Text:

Zusätzlich wird bei jedem Schwarmalarm automatisch eine Anmerkung für den Gewichts-Graphen erzeugt.

Bei eventuellen Nachschwärmen bekommt jeder Schwarmabgang einen eigenen Index und in der beelogger_show-Oberfläche wird der letzte Nachschwarm angezeigt. In der Übersicht der Anmerkungen können dann alle Schwärme mit Zeiten durchgesehen werden.

Mit erscheinen der Schwarmmeldung hat man die Möglichkeit, diese zu löschen. Dafür öffnet man die Konfiguration wo das Feld: erscheint. Hier einfach “ja” auswählen und die Konfigurationsdatei unten auf der Seite abspeichern.

Email-Schwarmalarm: Bitte beachten, dass der Webserver in der Lage sein muß, entsprechend Emails zu verschicken!

Push-Schwarmalarm: Um die Pushnachrichten nutzen zu können, muss ein Pushnachrichtenservice installiert werden. In unseren Tests hat sich der Dienst von Pushover als sehr zuverlässig erwiesen. Dafür muss allerdings jeder User die Pushover App auf dem Handy, Tablet oder Rechner installieren und sich selbständig bei dem Pushover-Dienst anmelden. Die Nutzung kann Kosten (ca. 5€ einmalig -Stand August 2018) verursachen (bitte aktuell Lage checken). Die Einrichtung des Pushservices ist sehr viel einfacher, als die Email-Einrichtung für einen Server.

Nach Anmeldung bei “Pushover” erhält man einen “User”-Namen und einen “Token” für die Nutzung der Applikationen.

 

 

 

Diese spezifischen Daten müssen in die Konfigurationsdatei eingetragen werden.

 

Um den Email-Schwarmalarm nutzen zu können, muss dieser in der Konfigurationsdatei aktiviert und konfiguriert werden.

Um den Push-Schwarmalarm nutzen zu können, muss dieser in der Konfigurationsdatei aktiviert und konfiguriert werden.

Zeitspanne, in der geprüft wird, ob sich der Gewichtsverlust wieder ausgleicht oder ob er bestehen bleibt.

 

Das Differenzgewicht in Gramm gibt an, wie groß die Differenz von Referenzgewicht und aktuellem Gewicht sein muss, damit ein Schwarmalarm ausgelöst wird:

 

Der Mailbetreff wird automatisch erzeugt und besteht aus dem Text: “Schwarmalarm für Beute: ” gefolgt von dem Namen der Beute, der in der Konfigurationsdatei unter Bienenvolkbezeichnung eingegeben wurde. Dazu der Gewichtsverlust und die Zeit seit möglichem Schwarmabgang.

Schließlich muss noch der Absender, sowie der Empfänger der Email konfiguriert werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass in der Regel nicht einfach eine beliebige Emailadresse als Absender gewählt werden kann. Viele Mailserver prüfen nämlich automatisch, ob eine Email von einem Server gesendet wurde, auf dem auch die Domain der Absender-Emailadresse gehostet wird. Andernfalls wird die Email automatisch als Spam gewertet und vom Server abgelehnt.

 

Kooperationen mit externer Imkersoftware:

Hier werden nach und nach Kooperationen mit Imker-Verwaltungs-Software aufgebaut…

Ein hochinteressantes niederländisches Projekt, das ebenso wie das unsrige auf open source basis entwickelt wird, ist beep.nl. Hier arbeitet eine sehr fähige und findige Truppe an einem tollen kostenlosen Projekt…alle guten Ideen von Usern fließen umgehend in die Software ein. Bereits jetzt haben wir die Schnittstelle zu beep in unser Projekt mit aufgenommen, da sie in einer Testumgebung stabil läuft und bald veröffentlicht wird. Neuigkeiten zu dieser Kooperation, wird es bei den News geben…

 

Archivdaten erstellen, aufrufen und downloaden:

Wird die beelogger.csv-Datei zu groß, hat man jederzeit die Möglichkeit Daten abzusplitten. Dafür ruft man einfach die Konfigurationsseite auf und gibt in der folgenden Zeile seine Splittdaten ein:

  • Archivname: wenn man nichts eingibt, wird ein File vom Typ Archiv’Startdatum’-‘Enddatum’.csv erzeugt. Beispiel: “Archiv250418-050918.csv” Man kann aber natürlich jeden beliebigen Namen vergeben (z.B: “beeloggerdaten2017” (.csv wird automatisch hinzugefügt.

Dann wählt man das Startdatum und Enddatum für das Archivfile aus.

Für die aktuelle beelogger.csv wählt man ebenfalls ein Startdatum, während das Enddatum mit dem aktuellesten Datum feststeht.

Aktiviert wird der Dateiensplitt durch das Auswahlfeld: “Dateien neu absplitten”, welches mit einem “ja” bestätigt werden muss. Erst mit dem abspeichern der Konfigurationsdatei (ganz unten auf der Seite) wird die Aktion durchgeführt!

Wer seine Daten downloaden möchte findet hier im Konfigurtaionsfenster direkt unterhalb der Archivfunktion ebenfalls die Möglichkeit dazu.

Um eine csv-Datei (beelogger.csv und month.csv ausgenommen) zu löschen wählt man sie einfach auf der Konfigurationsseite aus. Mit dem Abspeichern der Konfiguration wird die Datei gelöscht.