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Not-Fütterung eines sehr starken Volkes in Januar

Anfang November konnte man denken, dass gerade der Frühling beginnt.

Ein großes Rapsfeld in der Nähe steht in voller Blüte. Wahrscheinlich der einzige der sich nicht darüber freut ist der Imker. Ein Volk war noch aktiv und hat das Feld entdeckt. Sie sind geflogen wie zur besten Zeit in Frühjahr. Gebracht haben sie aber nur Pollen, die Waage zeigte keine nennenswerte Gewichtszunahme. Trotzdem gab es sehr viel neue Brut, jetzt in Januar sitzt das Volk auf zwei Zargen und 9 vollen Wabengassen. Leider hat sich auch Varroa prächtig entwickelt, so dass die Winterbehandlung in Dezember mehr als nötig wurde. Dafür geht jetzt das Futter zuneige.

Die Außentemperaturen übersteigen gerade die Null-Marke. Werden sie jetzt die Futtergabe aufnehmen können? Einen Versuch ist es Wert, zum Glück sitzt ein Temperatursensor am Rande der gebildeten Traube. Durch die Innentemperatur kann man die “Stimmung” etwas fühlen.

Gefüttert habe ich sie von unten, indem ich bei meiner Heroldzarge eine Schale mit Honig oder Sirup in den hohen Boden von hinten eingeschoben habe. Durch die eingelegten Holzstücke kommen die Bienen gut hinein und wieder heraus.

Not-Fütterung eines starken Volkes in Januar.

Not-Fütterung eines starken Volkes in Januar.

 

Bei Außentemperaturen zwischen Null und 5°C steigt die Innentemperatur sofort nach der Futtergabe und fällt dann etwa am nächsten Tag wieder langsam. Tatsächlich war die Futterschale nach diesem Temperaturabfall wieder leer. So sieht man ob und wann sie das Futter aufnehmen, bzw. wann sie es verarbeitet haben und bereit für die neue Portion sind. Sowohl mit Honig als auch mit Sirup hat es funktioniert. Sie werden mir in diesem Winter nicht mehr verhungern!